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Die orthomolekulare Nährstofftherapie hat ihren Ausgangspunkt in den Vereinigten Staaten genommen. Seit mehr als 50 Jahren hat sie dort Bedeutung in der Behandlung akuter wie chronischer Erkrankungen, aber auch in der präventiven Medizin erlangt. In Europa wird die orthomolekulare Nährstofftherapie – ohne dass dieser Ausdruck verwendet wird – bei zahlreichen Erkrankungen angewendet [z.B. Magnesium in der Kardiologie, Vitamin C im Bereich Immunologie, verschiedenste B-Vitamine in der Neurologie u.a.m.]. Die orthomolekulare Nährstofftherapie ist Teil der nutriologischen Medizin und wurde von Nobelpreisträger L. Pauling erstmals als „Orthomolekulare Medizin [OM]“ wissenschaftlich definiert.

Als Teil der nutriologischen Medizin stützt sich auch die OM auf natürliche Regulationsmechanismen und biochemische Zusammenhänge unseres Körpers. Sie beruht auf Ernährungswissenschaft, Biochemie, Zell- und Molekularbiologie, Physiologie, Allgemeinmedizin, Toxikologie und Immunologie.

   

Die OM versucht, Krankheiten zu verhüten, zu bessern oder zu heilen, indem sie die molekularen Konzentrationen der Stoffe, die normalerweise im Körper vorhanden sind, variiert. Diese biochemischen Reize werden vom Körper sinnvoll verwertet und beantwortet. Es kommt zu einer Aktivierung und Reaktivierung des Zellorganismus, Stabilisierung des physiologischen Gleichgewichts, frühzeitiger Intervention im Energie- und Stoffwechselhaushalt, Optimierung der Repair-Mechanismen, um nur die wichtigsten Vorgänge zu nennen. Hier greifen Prävention und Therapie nahtlos ineinander. Die OM setzt in der Therapie vor allem auf körpereigene Mikronährstoffe anstelle von Pharmaka.